Ndrive: Test der iPhone Navigationssoftware

Heute hatte ich die Möglichkeit die Ndrive Navigationssoftware (iTunes Direktlink) für das iPhone für das iPhone zu testen. Ndrive ist seit dem 08.10. für 44,99€ im App Store verfügbar und umfasst in der 437MB großen Version die üblichen Karten von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Ndrive verwendet die aktuellen Karten von Tele Atlas, die auch bei diversen anderen Navi-Apps zum Einsatz kommen.

Installation und erster Start
Nach dem Download und der problemlosen Installation wollte ich zuerst einmal die Geschwindigkeit des GPS-Fix testen. D.h. wie schnell erkennt Ndrive meine Position. Also raus ins Freie, Ndrive gestartet und: Bereits nach 10 Sekunden wurde meine Position bestimmt. Das GPS-Signal war zu diesem Zeitpunkt zwar nur schwach verfügbar, dies änderte sich aber weitere 20 Sekunden später und der Empfang war somit voll vorhanden.
Ich habe zwar leider keinen Vergleich mit anderen iPhone Navi-Apps, sondern nur mit einem herkömmlichen TomTom Navigationsgerät, aber vom Start des TomTom bis zum ersten GPS-Fix vergeht deutlich mehr Zeit.
In diesem Punkt schlägt sich Ndrive daher schon mal sehr gut.

Bedienung und Menü
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bedienung, denn was nützt ein schnelles Navi, wenn es sich nur schwer bedienen lässt. Das Ndrive Menü ist jedoch intuitiv aufgebaut und bietet die von herkömmlichen Navis bekannten Funktionen wie eine einfache Eingabe des Fahrtziels mittels ABC oder QWERTZ Tastatur (letztere würde ich in jedem Fall vorziehen), die Auswahl von Sonderzielen, eine Abfrage nach mautpflichtigen Straßen und diverse Einstellmöglichkeiten. Die folgenden Screenshots gewähren einen ersten Einblick in Ndrive (klickt auf die Bilder für eine größere Version):

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Eine Besonderheit gibt es jedoch bei Ndrive: Die Community-Funktion ermöglicht es dem Nutzer anderen seine interessantesten Ziele zu zeigen. D.h. kennt man ein besonders gutes Restaurant, einen Ausflugstipp abseits der typischen Touristenpfade, oder möchte man bestimmte Geocaches teilen, kann man diese anderen Ndrive Nutzern zur Verfügung stellen, die sich dann dorthin navigieren lassen können. Diese „Community-Ziele“ können dann auch direkt bewertet werden.

Kartenmaterial und Navigation
Wie oben bereit erwähnt, handelt es sich um Karten des Herstellers Tele Atlas. Von wann diese stammen, könnt ihr einem der Screenshots oben entnehmen. In Ndrive lassen sich bestimmte Sehenswürdigkeiten als 3D-Modell anzeigen. Auf der Karte sind einige Gebäude daher auch als solche erkennbar und dienen z.B. als Orientierungspunkte. Die erste Routenberechnung einer – zugegeben eher kleinen – Strecke von 8km durch Leipzig verlief so schnell, dass überhaupt keine Ladezeit zu erkennen war. Sehr gut!
Während der Navigation – die entweder im Hochformat oder im Landscape-Modus durchgeführt werden kann – werden die derzeitige Position (d.h. der Straßenname), die restliche Fahrtzeit, die Reststrecke, sowie die aktuelle Geschwindigkeit und die nächste Routenanweisung angezeigt. Sehr praktisch: Hat man eine Anweisung verpasst oder einfach nicht gehört, lässt sich diese durch den Klick auf das runde Pfeilsymbol erneut abspielen. Schließt man die Ndrive Navi-Software aus Versehen während der Navigation, kann diese bei einem Neustart direkt wieder fortgesetzt werden.

Ebenfalls sehr gut gelöst ist die Anzeige der Sonderziele: Diese werden als kleine Punkte auf bzw. neben der Strecke angezeigt. Klickt man einen Punkt an, wird in einem PopUp erklärt um was es sich handelt. Somit können bestimmte Museen oder Ausflugsziele direkt gefunden werden (siehe Screenshots).

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Die Navigation verlief soweit ohne Probleme und kann mit einem herkömmlichen Navi mithalten. Eine kleine Schwäche gibt es jedoch: Ndrive sagt die Navigationsanweisungen bereits sehr früh an, manchmal sogar schon einen Kilometer vor der Abzweigung. Dies sorgt, vor allem im Großstadtdschungel, ab und an für Verwirrung. Denn Ndrive gibt ab und zu nur dann Anweisungen, wenn man auch wirklich abbiegen muss. D.h. eine abknickende Vorfahrtsstraße – wenn man als Fahrer jedoch sowieso keine andere Abbiegemöglichkeit hat – wird nicht extra angesagt. Ndrive verlässt sich hier darauf, dass der Fahrer schon den richtigen Weg wählt. Hier sollte durch ein Softwareupdate nachgebessert werden.

Fazit
Aufgrund der Schnelligkeit, der guten Bedienung und des vergleichsweise günstigen Preises (andere Navi-Apps fürs iPhone sind mit diesem Kartenmaterial 20€ teurer) kann ich Ndrive als iPhone-Navigationssoftware empfehlen. Vor allem das Community-Feature ist ein Punkt, den bislang keine andere Navi-Software zu bieten hat.

+ Schnelligkeit des GPS-Fix und der Routenberechnung
+ Intuitive Bedienung und gut strukturiertes Menü
+ Sonderziele direkt auf der Karte
+ Community-Funktion
+ Aktuelles Kartenmaterial
+ Preis
– Manche Navigationsanweisungen kommen zu früh

Ndrive Germany+Austria+Switzerland – 44,99€ (iTunes Direktlink)
Entgegen der Angabe im App Store ist Ndrive komplett in deutsch verfügbar!

Noch mehr Infos gibt’s direkt auf der Herstellerseite.

  • Pingback: Ndrive Navi-Software fürs iPhone zu gewinnen! | Early Adopter - Info-Blog für Technik Freaks()

  • Torsten Hennig

    Guten Tag,

    warum ich die Ndrive Navigationssoftware brauche?

    Na ja, ICH brauche Ndrive eigentlich gar nicht. Ich besitze gar kein iPhone, "isch habe gar keine mobile Telefonino" und vermisse es auch nicht.

    Aber meine Frau braucht so eine Navigationssoftware um so mehr. Frauen haben es ja bekanntlich nicht so sehr mit der Orientierung, wenn man mal von der inneren Geographie von Konsumtempeln absieht.

    Mit dieser Software könnte ich mir einigermaßen sicher sein, daß meine Gattin immer wieder zu mir nach Hause findet, vorausgesetzt, sie möchte dies denn auch ;-)))

    Sie besitzt übrigens dieses Eifon oder wie das bunte Teil von Apfel auch immer heißt.

    MfG Torsten Hennig