D-A-CH Schaden bei Navigon? Apple für Verschwinden von MobileNavigator aus dem App Store verantwortlich

MobileNavigator D-A-CH LogoBereits im Navigon select Telekom Edition Artikel hatte ich erwähnt, dass die bisherige MobileNavigator D-A-CH Navi-App aus dem Apple App Store verschwunden ist. Was zunächst nach einem vorübergehenden Fehler aussah, hat in Wirklichkeit deutlich triftigere Gründe: Die App Store Richtlinien von Apple verbieten eine kostenlose Version eines Programmes (hier die Navigon select Telekom Edition), wenn zugleich das nahezu identische Programm als kostenpflichtige Version angeboten wird.

Verärgert wandten sich die bisherigen Käufer der MobileNavigator D-A-CH Version an Navigon und nutzten überwiegend die Facebook-Seite des Unternehmens um ihren Frust loszuwerden. Von Navigon kam jedoch anfangs lediglich die folgende Rückmeldung:
„Die Entscheidung die iPhone DACH-Variante aus dem Apple App Store zu entfernen, wurde nach intensiven Diskussionen mit unseren Partnern getroffen. NAVIGON und die Telekom bieten mit „NAVIGON select Telekom Edition eine professionelle Navigationslösung an, die sich über verschiedene attraktive Varianten erweitern lässt. Aus Rücksicht auf unsere Partner sind wir diesen Kompromiss eingegangen, den MobileNavigator iPhone für Deutschland nur noch in der EU-Version anzubieten. Du kannst Dich bei weiteren Fragen auch gerne unsere Kunden-Hotline wenden.“

Gegenüber iFun hat Navigon nun allerdings weitere Details zum Verschwinden des MobileNavigor D-A-CH aus dem App Store bekannt gegeben. So ist man mit der aktuellen Lösung auf keinen Fall zufrieden, wollte nun aber den seit Wochen wartenden Telekom Kunden endlich die kostenlose Telekom Edition zur Verfügung stellen.

Apples unflexible Richtlinien haben bereits in der Vergangenheit zu ähnlich kontroversen Aktionen geführt: Der Entwickler der MobileButler App Holger Frank wollte seine App nicht mehr länger fortführen, den bisherigen Käufern jedoch weiterhin die Möglichkeit geben an neue Updates zu kommen. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn die App einmal aus dem App Store verschwunden ist. Somit sah er damals seine einzige Möglichkeit darin, die App drastisch zu verteuern und mit dem Beschreibungstext „Bitte nicht kaufen“ zu versehen. Durch dieses Vorgehen sicherte er den bisherigen Käufern zu sie noch mit Updates versorgen zu können.

Im aktuellen Fall des Navigon MobileNavigator D-A-CH ist dies jedoch nicht möglich, da die App in anderen Ländern nach wie vor angeboten wird und die App Store Richtlinien (wer hätte es gedacht) es nicht zulassen, dass ein Programm in anderen Ländern teurer verkauft wird. In Cupertino sollte man daher langsam aber sicher etwas an den App Store Richtlinien ändern oder aber die Prüfverfahren verbessern. Bei mittlerweile über 185.000 Apps werden ähnliche Situationen in Zukunft sicherlich noch häufiger vorkommen.

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